Initiative für Freundlichkeit

Initiative für Freundlichkeit – ein Weimar ohne Grenzen

Anfänge: Im Jahr 2013 gründete sich die Initiative für Flüchtlinge an der Bauhaus-Universität Weimar, damals als Gruppe von Studierenden, die sich hauptsächlich direkt in der Geflüchteten-Arbeit engagierte. In den Jahren darauf folgten Veranstaltungen wie Sammelaktionen für Kleidung, Filmreihen, Spielenachmittage in der Flüchtlingsunterkunft, Kochabende und Demonstrationen.

Eine neue IfF bleibt IfF: Sechs Jahre später, bis zum Sommer 2019 hat sich die Situation Flüchtender in Europa, Deutschland und Weimar stark verändert. Durch die Schließung der Balkanroute, das Ende Staatlicher Seenotrettung auf dem Mittelmeer und verschärfte Gesetze ist die Europäische Außengrenze die tödlichste der Welt. Trotzdem bestimmt in Deutschland der negative politische Diskurs die Wahrnehmung, vergessen scheint die humanitäre Hilfe, wie sie noch vor wenigen Jahren für viele Bürger*innen selbstverständlich war. Das Wort Flüchtling ist zunehmend zu einem unangenehmen Kampfwort der Politik geworden. Gerade jetzt, da erstarkende Rechte Gruppen in Thüringen die Diskussion um das Asylrecht missbrauchen, ist das Thema aktueller denn je.

Das Menschenrecht auf Asyl ist für uns selbstverständlich und ein unantastbares Gut. Um dem Thema Flucht wieder zu einem menschlichen Diskurs zu verhelfen, möchten wir unsere Arbeit erweitern und uns für mehr Menschlichkeit in Weimar einsetzen, weswegen wir die Namensänderung in Initiative für Freundlichkeit – Ein Weimar ohne Grenzen“ beschlossen haben.

Ein Weimar ohne Grenzen: Auch innerhalb der Stadt Weimar beobachten wir, wie momentan Grenzen gezogen werden, die das Leben und die Teilhabe innerhalb der Stadtgesellschaft für einige Menschen stark einschränken und erschweren. Manche dieser Menschen haben Fluchterfahrungen, andere kommen aus dem Ausland, um hier zu studieren oder zu arbeiten. Doch diese Grenzen bleiben oftmals für viele der Einwohner*innen der Stadt Weimar unsichtbar, vermutlich da ihnen Wissen und Berührungspunkte fehlen. Wir möchten diese Grenzen sichtbar machen und helfen sie zu überwinden. Wir arbeiten mit Geflüchteten in den Unterkünften, organisieren Konzerte, Demonstrationen und politische Aktionen, um Aufmerksamkeit auf die gegenwärtige Situation zu lenken und das Miteinander in der Stadt Weimar zu verbessern.

Du: Dafür brauchen wir natürlich zahlreiche Unterstützer*innen und suchen zu jeder Zeit Menschen, die sich politisch und sozial in Weimar engagieren wollen. Komm zu unseren regelmäßigen Treffen, immer Montags 20.00 Uhr im Laden, oder schreibe uns eine E-Mail an iff@m18.uni-weimar.de .

Wir arbeiten zusammen mit zahlreichen anderen Akteur*innen und Initiativen, wie zum Beispiel der Caritas, dem Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar und dem BündnisSozialTransfair.